Trick gegen Telefonspam
Das Telefon klingelt:
Guten Tag,
Sie haben vor einiger Zeit an einer Haushaltsumfrage von [undeutlicher Firmenname] teilgenommen!
Ja, das ist ja auch etwas länger her. Da haben schließlich alle Haushalte teilgenommen …
… und das dauert dann natürlich auch etwas. Sie gehören zu den 5 % die alle Fragen beantwortet haben! Deswegen haben wir uns überlegt Ihnen etwas zu schenken. Aus der Umfrage ging hervor, dass Sie gerne Zeitschriften lesen…
Ja, wieso?
Wir haben da was ganz tolles für Sie - und es ist kein Abonnement! Wir wollen Ihnen was schenken, denn Sie haben uns ja auch einen Gefallen getan, da wollen wir uns revanchieren. Sie erhalten von uns für einen Zeitraum von einem Jahr die Zeitschrift, die sie gerne haben wollen und wir schenken Ihnen 35 % des Preises! Das heißt die ersten Monate erhalten Sie das komplett kostenlos! Und das Beste ist: Es ist kein Abonnement, sie müssen nichts unterschreiben, Sie bekommen das nur einmalig und müssen sich auch nicht um eine Kündigung kümmern, wenn Sie nicht länger als ein Jahr Ihre Zeitschrift haben wollen! Na, ist das nichts?
Da habe ich kein Interesse darum?
Aber warum denn nicht? Das ist doch toll, Sie können damit …
Ich habe kein Interesse daran, ich kann über einen Bekannten beim Lesezirkel alle Zeitungen mitlesen und spare nicht nur 35 % sondern sogar 100 % !
Ehm… nun ja, dann eben nicht. Auf Wiederhören!
Guter Trick
(pottblog)







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Ein richtig guter Telefonmarketer hat ja einen Ablaufplan, mit dem er auf Kundenantworten reagieren kann. Dem kann man allerdings vorzüglich nit dem EGBG Anti-Telemarketing Gegenwehrskript begegnen. Danach herrscht zumindest Waffenstillstand.
Lexi - October 15th, 2005 at 1:35 am
Warum so kompliziert? Wenn ich spamanrufe dieser art bekomme und nach meinem namen gefragt werde (”spreche ich mit frau M.?” oder sowas), dann sage ich grundsätzlich, das ich nicht frau M. bin sondern jemand anders; fragen nach meinem namen beantworte ich garnicht erst, wenn ich gefragt werde, wer ich denn dann sei, sondern sage, das dieses nichts zur sache tut, dann lege ich einfach auf. Auch melde ich mich niemals am telefon mit meinem namen: wer mich anruft, der weiss , das ICH da dran bin und niemand anders.lol. Alle anderen brauchen nicht zu wissen, wer am apparat ist. All das hat bisher immer unproblematisch funktioniert - ich bekomme nur sehr sehr selten solche nervigen anrufe von callcentren die mier was andrehen wollen. Ich bin die los und muss mich nicht darüber ärgern. Allerdings überrascht mich immerwieder , woher die meinen namen und telefonnummer haben: ich mache keine gewinnspiele und gebe nirgendwo meine telefonnummer an, ich stehe auch in keinem telefonbuch oder anderen auskunftsmedien. Als ich einmal so einen telefonfuzzi fragte, woher die denn nun meine kontaktdaten haben, meinte der: “zufallsgenerator”. Was für ein Blödsinn, es gibt keine “zufallsgeneratoren”, die nummerrn auswählen. Ich weiss das genau: ich habe selber mal in dieser branche gearbeitet, allerdings nur kurzzeitig und wurde dann gekündigt, weil ich nicht das brachte, was verlangt wurde: wie denn auch: ich stehe ja nicht dahinter und der kunde merkt sowas; habe also dem Callcenter kosten verursacht, ohne einnahmen zu bringen. OUTbound ist halt nicht mein ding. Also zum “zufallsgenerator” zurück: den gibts nicht; die callcenter angenten erhalten LISTEN mit namen und telefonnummern der zu aquirierenden Kunden, die sie abtelefonieren sollen, geordnet nach wohnort und strassennamen oder ähnliche kriterien, um dann dort anzurufen, was sie den angerufenen sagen sollen, falls sie gefragt werden, woher die telefonnummer kommt, wird ihnen in schulungen gesagt.
Ansonsten wüsste ich gern mal, wie so ein “zufallsgenerator” aussieht, ich habe recherchert im internet, um einen zu finden - ohne erfolg.
Also leute, lasst euch keinen bären aufbinden mit dem “zufallsgenerator”, der existiert nicht, sondern es ist eine simple telefonliste (zb. von klicktel) die namen, wohnort und telefonnummer der “kunden ” enthält
Lissy - November 10th, 2006 at 7:54 pm
Hallo zusammen,
als Selbständiger bekomme ich relativ häufig Anrufe von irgendwelchen wirren Firmen, die einem Suchmaschineneinträge etc. verkaufen möchten. Allein der Tonfall der Call-Center-Agents ist allerdings schon so eindeutig, daß ich auf meinen neuesten Trick umschalte, und der funktioniert so:
Da die geschäftlichen Spammer ja immer einen Ansprechpartner suchen, frage ich zunächst noch einmal zurück nach dem Firmennamen, warte 2 Sekunden und sage dann: “Oh, ich kann Sie bei uns im System nicht finden. Sagen Sie mir bitte auch einmal ihre Adresse, damit ich Sie zuordnen können.” Adresse folgt dann meistens auch - den Namen des Spammers sollte man auch noch herausfinden. Alles natürlich brav mitschreiben. Dann: “Ich kann Sie immer noch nicht finden - haben Sie denn eine Anfragenummer von uns bekommen?”
Da fangen die Spammer an zu stutzen: “Wie - Anfragenummer?” Es folgt dann meine Erklärung wie folgt: “Wie Sie doch sicherlich unseren Einkaufsbedingungen entnommen haben, berechnen wir für jedes telefonische Angebot ohne Anfragenummer € 298,00 Bearbeitungsgebühr, die wir natürlich bei Auftragserstattung verrechnen. Mit Ihrem Anruf sind damit ja einverstanden!” Die meisten legen dann ganz schnell auf und nerven auch nicht mehr.
“Pfiffige” Spammer behaupten dann natürlich, daß sie die Einkaufsbedingungen gar nicht haben, outen sich damit aber komplett als Spammer. Kommentar dann von mir: “Na ja, ich habe die Rechnungsadresse erfasst, Sie erhalten mit der Rechnung dann auch die Durchwahl unseres zuständigen Einkäufers und eine Anfragenummer.”
Achso: kurze Email danach mit den Infos an die Verbraucherzentrale natürlich;-)
Probiert es mal aus, macht wirklich Spaß zwischendurch.
Viele Grüße
Rainer
Raini - June 27th, 2007 at 12:07 pm